GICT 2009 – Frauen in der IT-Forschung

Bildquelle:Cornelia Menichelli_pixelio.de

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Der Fachbereich Mathematik / Informatik und das Zentrum Gender Studies an der Universität Bremen hatten im März 2009 zum fünften internationalen Symposium on Gender & Information and Communication Technology (GICT 2009) eingeladen. Unter der Leitung von Prof. Heidi Schelhowe und Prof. Susanne Maaß und ihren Mitarbeiter/innen wurden Workshops und Vorträge organisiert. 120 Wissenschaftler/innen aus aller Welt folgten der Einladung zum GICT 2009 an die Weser, um sich interdisziplinär über Forschung zu Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT, IC) und Gender auszutauschen. Ziel des GICT-Symposiums 2009 war es, die interdisziplinär forschende Community zu vernetzen, die Ergebnisse der Forschungsansätze zu verknüpfen und die Frauen in diesen Bereichen zu stärken. So ging das GICT 2009 von der These aus, dass der Zugang zu Computer und Internet ungleich verteilt ist, nicht nur, aber auch im Hinblick auf das Geschlecht. Keinen Zugang zu den Schlüsseltechnologien unserer Zeit zu haben bedeutet nicht nur, an vielen Bereichen nicht teilnehmen zu können, sondern auch auf einflussreiche Positionen in der Wirtschaft zu verzichten. Diese sind grundsätzlich auch für das weibliche Geschlecht offen, wenn die Bewerberinnen über Kenntnisse der Informatik, über souveräne Anwendung der Technologie und Selbstvertrauen verfügen. Im Vorfeld der internationalen Tagung leitete Claudia Morrell einen Workshop, in dem erfolgreich Handlungsmöglichkeiten entwickelt wurden, um Frauen besser in den IT-Arbeitsmarkt zu integrieren.
In 42 Vorträgen, die in acht unterschiedliche Themenfelder gegliedert waren, wie etwa „Computing Science – a Gendered Discipline?“, „Digital Cultures, Identity and Subject Construction“ oder „Gender, Work and ICT“ informierten die Wissenschaftlerinnen über ihre Forschungsansätze, Thesen und Ergebnisse. Nach interessanten Vortragsreihen wurde die Tagung mit einer Podiumsdiskussion beendet, in deren Verlauf immer wieder darauf hingewiesen wurde, welche enorme Bedeutung den internationalen Netzwerken und neuen Initiativen für die Forschung der Frauen im Bereich Informationstechnologie und Gender zukommt.

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